Ghost town Europe

„All the woods and sticks we collected and used to build the house will grow. I believe it will look very amazing two or three years later. And that´s  it! That was the thing which I loved the most about the project. We have to wait to see the beauty of it…“

Zitat einer Teilnehmerin aus der Gruppe „Weidendom“ mit Tanja Corbach

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In diesem Projekt denken wir gemeinsam über unser krisengeschütteltes Europa nach. Über die Krisen der vergangenen Jahre und die Probleme, die sie in Gegenwart und Zukunft mit sich bringen.  Die Jugendlichen lernen, wie man Öffentlichkeit erobert und sie aktiv gestaltet. Wie man Meinung in kreativen und künstlerischen Projekten ausdrücken und sichtbar machen kann. Für andere sichtbar und zugänglich.

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„Weidenbau, ein Ort für positive Ideen und Visionen für ein Europa soll entstehen in dem wir alle gut Miteinander leben wollen und können . Das Raumgefühl unter freiem Himmel, das man spürt wenn man den Kreis aus Weidenbögen betritt, ist so hell und luftig wie der Geist eingeladen ist wirklich visionär zu denken. Am vorletzten Tag der Fertigstellung des Bogenkreises wurde beschlossen diesen zur Smartphone freien Zone zu erklären um wirklich in der gegenwärtigen Stille den Freiraum der Gedanken zulassen zu können.“

Tanja Corbach

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Das Europahaus Marienberg und die Jugendkunstschule arbeitet bereits zum vierten mal zusammen um neue ungewöhnliche Wege in der Jugendbildung zu gehen. Die Studienleiter Anselm Sellen und Karsten Lucke, sowie der Mediendesigner Lukas Ulrich sind vom Europahaus Marienberg dabei. Von der Jugendkunstschule aus übernehmen  Tanja Corbach, Hansjörg Beck und Kai Nierderhausen die künstlerische Leitung. DIe Jugendlichen kommen aus Polen, Frankreich, der Tschechischen Republik, der Slowakei und aus Deutschland.

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„Ghost town“ ist erst möglich geworden durch die Kooperation mit dem örtlichen Forstamt. Die zuständigen Förster Markus Follmann und Fritz Rhensius helfen ganz pragmatisch bei der Standortsuche und vermitteln inhaltlich das Bewußtsein für den Wald als Lebensraum wie auch Spiegelbild gesellschaftlicher Interessen. Zudem sensibilisieren sie die Teilnehmenden für die Arbeit mit den Naturstoffen. Der Standort der Installationen liegt am Westerwaldsteig, einem der schönsten Fernwanderwege Deutschlands. Die geschaffenen „Häuser“ laden ein zur Begehung, den zufälligen Wanderer wie auch den gezielten Pilgerer.

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„You would probably see only a construction somewehre deep in the forest but there is much more hidden in it. The tower ist exactly the House of Europe. Powerful, incorporate, built with love, fun and passion to work. Although it sometimes rains inside, when the sun rises it looks wonderful…This projekt told me much about union. And at the end I was proud, standing in front of something we were working on all week.“ 

Zitat aus der Gruppe „Schutzhütte Europa“ mit Hansjörg Beck

 

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Non-formale Lernmethoden legen einen starken Fokus auf Aktivierung der Teilnehmenden. Die Jugendlichen lernen die (Guerilla)Kunst und Land Art als Formen des politischen Ausdrucks kennen. In den 3 Werkstätten kommen jeweils Teilnehmende der 5 vertretenen Länder zusammen. Die internationalen Teams bringen ihren nationalen Background ein, verständigen sich auf eine künstlerische Aussage und eine gemeinsame „ästethische Idee“. Die Vermittlung künstlerischer Techniken findet fernab von genormten formalen Strukturen und Ansprüchen statt. Die Teilnehmenden können sich – weit weg von Verwertungsinteresse und Denkverboten – frei bewegen und Bilder entwerfen, Missstände aufzeigen und Zukunftsvision entwerfen. Die künstlerische Auseinandersetzung und die Umsetzung komplexer Gedanken und politischer Materie in eine haptische und dreidimensionale Bildsprache ist die Aufgabe dieses Projektes und sie wird die Teilnehmenden in Zukunft befähigen, neue Ausdrucksformen in sozialen, politischen und kulturellen Kontexten auszuprobieren und zur Entfaltung zu bringen.

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„Step out of your comfort zone and enter Ghosttown. Maybe you´ll get lost but that´s actually the moment where you´ll find yourself.“

Zitat aus der Gruppe Caravan Graffiti mit Kai „Semor“ Niederhausen

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Stützpunkt der Workshops war der „Heinzelmännchen Hof“, Obersalterberger Hof 1, 57577 Marienthal.

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Die Hof-Scheune bietet Raum für Besprechungen und Mittagspause. Unterhalb des Hofes stehen die Landart Installationen. Auch das mobile Haus Europa, der Gaffiti-Caravan, parkt hier und wird in Zukunft über die europäischen Fernstraßen rollen.

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Wir danken auch an dieser Stelle für die gute Zusammenarbeit mit dem Forstamt, so dass wir diesen wunderbaren Platz im und am Marienthaler Wald nutzen können. Und wir danken Kathrin Brück und Rainer Orfgen vom „Heinzelmännchen Hof“ für ihre großzügige Unterstützung bei der Durchführung dieses einmaligen Projektes.

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Zum Projekt ist eine umfangreiche Dokumentation entstanden.

Hier kann man den Bildband online durchblättern.  

 

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